Aus der Praxis

Schöpfer wider Willen

„Das ist ja ein Zufall! Gestern hab‘ ich noch an dich gedacht und heute rufst du an…“

Das kennt wohl jeder. Es ist das netteste Beispiel dafür, wie man ein Ereignis heranrufen kann.

Was, wie bitte? Ich habe doch nicht den Wunsch formuliert, dass die Person mich mal wieder anrufen soll.

Das ist richtig. Es ist allerdings auch nicht nötig, es bewusst zu tun bzw. sich das vorzunehmen. Abraham Hicks nennt diesen Vorgang, wie wir alle ihm jeden Tag unterliegen „creating by default“. Eine versehentliche Manifestation. Es war uns also gar nicht bewusst, dass wir ein Ereignis herangerufen haben. Wir haben es unbewusst erschaffen.

Aber ich denke öfter an Menschen, die mich danach nicht anrufen.

Das ist auch richtig. Nicht jeder Gedanke hat sofort so viel Kraft, dass er sich sogleich physisch manifestiert. Bloß gut! Man stelle sich mal vor, man denkt an ein Unglück und gleich am nächsten Tag geht die Welt unter. Da wäre der eine oder andere ganz schön überrascht…

Gedanken (Bestellungen) tanken Kraft. Sie nehmen Schwung. Und wenn der Weg frei ist, manifestieren sie sich. Sie werden schlussendlich wahr. Aber was genau bedeutet nun „creating by default“ für das tägliche Leben? Es bedeutet, dass wir alle Schöpfer sind.


Schöpfer wider Willen


Wir wünschen, bestellen und rufen den ganzen Tag Ereignisse heran, ohne es zu merken. Denn durch unseren Kopf fließen die Gedanken ohne Unterlass, über unsere Lippen kommen unzählige Worte und wir durchleben so viele Gefühle. Den ganzen Tag über. Und das Universum hört dem zu. Den ganzen Tag über.

Meistens spüren oder ahnen wir gar nicht, was wir da tun. Denn oftmals biegen wir gedanklich wieder ab, weshalb eine Bestellung an Kraft wieder verliert. Oder eine Bestellung manifestiert sich erst so viel später, sodass wir den direkten Zusammenhang zu unseren Gedanken nicht mehr herstellen. Manchmal jedoch ist es herrlich offensichtlich – was mich zu meinem Weihnachtsfest 2017 bringt…

 


Wusstest du schon? Du kannst nicht nicht bestellen.


Das klingt erst einmal schräg, ist aber herrlich simpel. Denn jeder unserer Gedanken ist für sich eine Bestellung. Wie unbewusst das Ganze dann oft abläuft, habe ich zu Weihnachten wieder erlebt. Geschenke sind etwas tolles! Ganz besonders, wenn man genau das geschenkt bekommt, das man braucht – ohne dies überhaupt kundgetan zu haben…

Ich dachte im Dezember wiederholt daran, mir eine große Kuscheldecke zu bestellen. Unser Gästezimmer ist vor kurzem fertig geworden und mit der Decke wollte ich gern das Bett abdecken, damit die Matratze nicht einstaubt. Daneben schielte ich schon lange auf die vielen Rezepte, die ich in den letzten Monaten angehäuft hatte. Da musste dringend Ordnung rein, aber woher die Zeit (und Geduld) nehmen? Manchmal ist einfach alles wichtiger als die Zettelwirtschaft… Drittens erwarten wir ein Baby. Ich habe gelesen, dass es inzwischen Geräusche von außen wahrnehmen und wiedererkennen kann. Darum wollte ich eines dieser Aufzieh-Tierchen kaufen, die dann eine Melodie spielen. Bisher bin ich auch hierzu nicht gekommen.

Nun ja, plötzlich kam Weihnachten um die Ecke und ich packte das Päckchen meiner Schwiegermutter aus…

Dann das Geschenk meiner Schwester…

…und das meiner Mutter.

Beim ersten Paket fand ich es noch witzig – so ein Zufall. Beim zweiten kratzte ich mich schon am Kopf. Und zum Schluss war ich sprachlos. Ohne es bewusst zu tun, hatte ich beim Universum meine Bestellungen eingereicht. Und das Universum hat getan, was es immer tut. Es gab mir das, wonach ich verlangte.

Jetzt denkst du dir vielleicht, diese Geschichte ist so glatt – sie ist entweder erfunden, oder reiner Zufall. Ich kann dir auch sagen, warum du das wahrscheinlich denkst. Denn die Geschichte… ist irgendwie zu schön, oder? An dieser Stelle kann ich dich aber beruhigen. Das Ganze klappt auch wunderbar mit negativen Bestellungen!


Aber… wer will das schon?!


 

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