Weniger haben - mehr sein

Die innere Stimme und Spiritualität wieder integrieren
Aus der Praxis

Das Leben ist ein Wunschkonzert

Als ich zum ersten Mal vom Gesetz der Anziehung (oder auch Resonanz) gehört habe, ging in meinem Kopf ein Film los. Ich hatte das ganz starke Gefühl, hier auf etwas Großartiges gestoßen zu sein und sah plötzlich… Möglichkeiten. Daneben – beinahe genauso stark – empfand ich große Angst vor Enttäuschung. Zwar wusste ich es noch nicht mit Sicherheit, doch ich ahnte, dass Angst und innerer Erfolgsdruck hierbei zwei Hemmschuhe sein würden. Denn über sie nachzudenken führte dazu, dass ich mich schlecht fühlte. Dabei sollte die ganze Sache doch Freude bringen – irgendetwas stimmte daran also nicht.

Erst einige Zeit später begriff ich, wie genau mir das Universum zuhört. Dass es neben all meiner positiven Formulierungen und Gedanken sogar meine Gefühle wahrnimmt – und sich dann für das entscheidet, das für mich am schwersten wiegt. Angst vor einer Enttäuschung wiegt sehr schwer. Der Gedanke, sich vor sich selbst zu blamieren, weil man dran glauben wollte und der ganzen Sache somit auf den Leim gegangen ist – das wiegt auch schwer. Jedenfalls tat es das für mich. Aber woher kamen denn diese Hemmschuhe und wie würde ich sie los?

Sie sind immer dann präsent, wenn wir noch keine Erfahrungen gesammelt haben. Wenn wir noch keine eigenen Ergebnisse vorweisen können, die den inneren Zweifler zum Schweigen gebracht haben. Zweifel – auch ein Hemmschuh, aber so sind wir nun mal! Das tolle an den guten Botschaften oder großen Wahrheiten ist doch, dass sie sich überprüfen lassen.

 


Du musst nichts einfach hinnehmen, sondern kannst alles überprüfen.

Und das solltest du immer tun!


 

Und nun lass uns damit starten! Ziel ist es, das Gesetz der Anziehung zu überprüfen. Funktioniert das überhaupt? Bevor du jedoch beginnst, sorge bitte dafür, dass du allein bist und etwas Zeit für dich freigeschaufelt hast.

 

Als Einstieg hier drei grundlegende Behauptungen:

  1. Wünsche… gehen in Erfüllung.
  2. Das Universum ist der Lieferant.
  3. Auf die Formulierung kommt es an (wo werde ich genau, wo bleibe ich allgemein).

Jetzt wird sich der Verstand melden und sagen: „Ja nee, ist klar. Und jetzt sagt sie mir gleich, ich muss nur fest dran glauben…“ Ich kann mich erinnern, dass ich mir bei diesem Experiment damals ganz schön dämlich vorkam. Wer würde das nicht? Doch hier eine weitere Behauptung:

  1. Dein Verstand ist der Teil von dir, der deine Wünsche (oder Bestellungen) wieder storniert.

 

Denn Zweifel ist ebenfalls nichts anderes als eine Bestellung – aber keine, die dir weiterhilft. Genau dafür ist dieses Experiment gemacht. Es dient dazu, sich dem Prinzip des Wünschens zu öffnen, ohne sich mit zu hohen Erwartungen oder zu großen Nöten gleich unter Druck zu setzen. Und vor allem, um den Verstand auf die hinteren Ränge zu verweisen. Take it easy und schau mal, was passiert. Denn du… wünschst dir jetzt ein Geschenk 🙂

Für mich klang es anmaßend. Geschenk? Wofür das denn, womit habe ich das denn verdient? Aber keine Sorge. Diese Frage gehört in die Kategorie „Behauptung Nummer 4“. Sie kommt vom Verstand und den brauchen wir hierbei nicht. Halte dich einfach an den Rahmen, den ich jetzt vorgebe und lass dich überraschen. Mach es dir bequem und spiele ein bisschen mit Worten. Du kannst laut reden oder einfach nur still denken. Du kannst in die Nacht reden oder dir das Universum als eine Person vorstellen, der du die Bestellung bildlich in die Hand drückst. So geht‘s:

 

Wünsche dir ein Geschenk (formuliere es auch so: „ich wünsche mir ein Geschenk“…).

Gib einen konkreten Zeitrahmen vor (ein Geschenk, das bis Datum xx.yy.xxxx um xx:xx Uhr bei mir ankommt).

Kleiner Tipp: gib der Sache ruhig ein paar Tage (vielleicht 3 oder 4).

Lass dabei komplett offen, was du geschenkt bekommst; überlass das einfach dem Universum (schränke es auf keinen Fall ein durch „materiell“ oder „groß“ oder „wertvoll“ usw.).

Da es hierbei um dich geht, kannst du konkretisieren: etwas, das genau zu mir passt/ ein Geschenk, das nur ich als solches erkenne.

Lass komplett offen, auf welchem Wege es dich erreicht (Personen, Post usw. – auch hier nimm keine Einschränkung vor).

Wenn du eine Formulierung gefunden hast, die sich gut anfühlt, dann wiederhole sie einige Male.

Übergib dann deine Bestellung ans Universum und sag ihm: „du kümmerst dich drum, ich bin raus“. Also in etwa so:

 


Ich wünsche mir ein Geschenk, das mich bis Datum xx.yy.xxxx um xx:xx Uhr erreichen soll. Es soll nur für mich sein und für mich klar als solches erkennbar sein. Es soll einfach zu mir kommen. Kümmere dich drum, Universum, wie ist mir egal – ich geh jetzt schlafen…


 

Und nun… lass es einfach los; schick‘s ab. Leb dein Leben weiter und denk nicht drüber nach. Wenn  dein Verstand protestiert, dann gib ihm was anderes zu tun. Dann lies ein Buch oder geh spazieren… Vorfreude ist ansonsten erlaubt! Aber auf jeden Fall ist deine Arbeit schon getan. Jetzt heißt es zurücklehnen und locker bleiben, dich auf etwas freuen.

Ich habe dieses Experiment natürlich auch probiert und das Ergebnis hat mir damals eine Gänsehaut beschert. Es hat mir weder etwas materielles noch etwas zum Anfassen geschenkt. Und doch wusste ich sofort: das ist für mich! Aber vor allem hat es meinem Kopf nach und nach die Grundlage genommen, mir ständig ins Handwerk zu pfuschen…

Solltest du dies lesen, und das Experiment kommt dir bekannt vor – vielleicht weißt du sogar noch, wo du schon einmal davon gelesen hast, dann schick mir bitte eine Mail. Es ist Jahre her und ich kann mich nicht mehr erinnern, wo ich es herhabe. An dieser Stelle würde ich jedoch gerne die Quelle nennen!

Und nun wünsche ich dir viel Spaß damit.

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