Weniger haben - mehr sein

Die innere Stimme und Spiritualität wieder integrieren
Was ist das?

Das Gesetz der Anziehung – Grundprinzip (3/3)

Gespräche dieser Art habe ich in den letzten Jahren zum diesem Thema immer wieder geführt. Zunächst macht sich Euphorie breit und Vorfreude – übrigens ein ureigenes Gefühl deines inneren Selbst – und die ganze Welt steht scheinbar offen. Junge, plötzlich sieht man so viele Möglichkeiten! Und das Prinzip klingt einfach! Hätte man doch nur früher davon gewusst! Dann, nach ein bis zwei Wochen, trifft man sich wieder und ich bin natürlich an den Erfahrungen des Anderen interessiert. Also frage ich –

 

Wie ist es dir ergangen?

Irgendwie blöd. Es funktioniert nicht. Jetzt fühle ich mich schlecht.

 

Ach herrje! Dabei hatte ich auf eine tolle Geschichte gehofft. Was soll’s, jetzt heißt es erst einmal genauer hinschauen… Der Andere erklärt dann meist, wie er formuliert hat – woran sich manchmal noch etwas nachjustieren lässt, manchmal aber auch nicht. Die Gedankengänge klingen auch alle ganz positiv, sodass sich auf den ersten Blick nicht sagen lässt, was an der ganzen Sache nicht stimmte.

 

Was hast du denn versucht, anzuziehen?

Den Lotto-Jackpot.

 

Der Lottogewinn, natürlich! Wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Davon zu träumen, ist aber auch herrlich. Wir malen uns dann die tollsten Reisen, Autos oder Anwesen aus, die unser Leben bereichern würden. Allein der Gedanke daran kann glücklich machen! Aber diesmal ist es anders, nicht wahr? Du bist noch ungeübt und hast noch keine Ergebnisse bewusst wahrnehmen können, somit also wenig Vertrauen in die ganze Sache. Stattdessen fühlst du nun die Last der Verantwortung, denn soeben hat dir jemand erklärt, dass es an dir liegt, ob deine Wünsche in Erfüllung gehen oder nicht. In dir spürst du zwar, da muss etwas dran sein. Gleichzeitig aber möchtest du lieber nicht zu sehr daran glauben, falls es am Ende gar nicht funktioniert und du dann enttäuscht wirst.

 

Du wolltest also den Lotto-Jackpot gewinnen. Wie hast du dich dabei gefühlt?

Von Anfang an total schlecht.

Erklär mir warum.

Weil es doch total unwahrscheinlich ist! Stell dir mal vor, alle würden sich das wünschen! Es können doch nicht alle Menschen im Lotto gewinnen! Meistens gewinnen doch eh nur die, die es gar nicht brauchen! Aber ich habe das weder gesagt noch gedacht, sondern immer positiv formuliert. Trotzdem fühlte ich mich schlecht.

 

Sagte ich eigentlich schon, dass das Universum verdammt genau zuhört? Ich meine, so richtig peinlich genau?! Man kann ihm nichts, aber auch gar nichts vormachen. Und jetzt kommt’s! Es hört nicht nur, was du sagst und denkst.

 


Außerdem und am besten hört es, was du fühlst.


 

In diesem konkreten Beispiel hört es folgendes: „Ich möchte reich werden durch Lotto, finde es aber unmöglich, auf diesem Wege reich zu werden.“ Und weil du es für unmöglich hältst, fühlst du dich entsprechend ungut dabei, es dir dennoch zu wünschen. Also an welcher Stelle bist du falsch abgebogen?

Ganz einfach: bei dem WIE. Du bist viel zu genau geworden.

Wie man zu genau werden kann? Dieser schmale Grat verläuft bei jedem woanders. Und der Indikator dafür ist, wie du dich dabei fühlst! Du möchtest den großen Lottogewinn, aber glaubst im Grunde nicht daran, dass es jemals passieren kann? Dann sagt dir dein Gefühl, dass du dem Universum gerade Handschellen anlegst und um das Unmögliche bittest. Nichts anderes bedeutet das schlechte Gefühl. Es gibt unzählige Arten und verrückte Fügungen, die zur Erfüllung unserer Wünsche führen können – und das Universum kennt sie alle! Es ist unglaublich kreativ und kann alle Faktoren, die nötig sind, auf seine ihm einzigartige Weise zusammenbringen. Wenn du es lässt!

Es spricht nichts dagegen, reich sein zu wollen. Aber muss es denn unbedingt Lotto sein? Darf es denn nur dieses eine Nadelöhr sein? Warum willst du dich ungut fühlen, obwohl du großen Spaß an diesem Prozess haben kannst?

Wie kannst du dabei Spaß haben? Tu weniger. Lass das WIE aus dem Prozess heraus – und zwar komplett. Dein Gefühl ist hier der Wegweiser. Es sagt dir ganz genau, wo du konkreter werden kannst in deinen Vorstellungen (Ein bestimmter Betrag auf deinem Konto? Ein bestimmter Sportwagen in deiner Garage?) und wo du besser allgemein bleibst (Muss es Lotto sein? Oder darf das Universum entscheiden, wie es geschieht?). Du fühlst dich gut und glücklich? Super, du bist auf dem richtigen Weg im Prozess der Anziehung. Du fühlst Zweifel, Unruhe und die Angst vor Enttäuschung? Tritt einen Schritt zurück, werde weniger konkret. Leg die Handschellen weg.

 


Sprich über das, was du willst.

Denke an das, was du willst.

Sorge dafür, dass du dich dabei gut fühlst.


 

Meinst du, der große Reichtum war ein guter Einstieg?

Vielleicht nicht. Das hat mich ganz schön unter Druck gesetzt!

Weil das Vertrauen (dein inneres Selbst) zu leise ist und dein rationaler Verstand (der Zweifel) zu laut.

Wenn man beginnt zu häkeln, fertigt man dann zuallererst sein  Meisterstück? Nein. Man beginnt mit einem Topflappen. Beginne am besten mit einem Projekt, das keinen Druck aufbaut. Ein Wunsch von dem für dich nichts abhängt. Wie wäre es mit einem kleinen Versuch zum Warmwerden?

 

 

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